Geschichte

Chroniken: Alle Aufzeichnungen seit Bestehen der BMK Weerberg inklusive Bilder zum Nachschlagen und Nachlesen
BMK Weerberg Chronik 1837 – 1980
BMK Weerberg Chronik 1981 – 1983
BMK Weerberg Chronik 1984 – 1985
BMK Weerberg Chronik 1986 – 1987
BMK Weerberg Chronik 1988 – 1989
BMK Weerberg Chronik 1990 – 1991
BMK Weerberg Chronik 1992 – 1993
BMK Weerberg Chronik 1994 – 1995
BMK Weerberg Chronik 1995 – 1996
BMK Weerberg Chronik 1997 – 1998
BMK Weerberg Chronik 1999 – 2000
BMK Weerberg Chronik 2001 – 2003
BMK Weerberg Chronik 2004 – 2005
BMK Weerberg Chronik 2006
BMK Weerberg Chronik 2007
BMK Weerberg Chronik 2008
BMK Weerberg Chronik 2009
BMK Weerberg Chronik 2010
BMK Weerberg Chronik 2011

 

1837 – Erste Aufzeichnungen über das Bestehen einer Musikkapelle am Weerberg finden sich in einer alten Kirchprobstamts-Rechnung aus dem Jahr 1837, es ist jedoch anzunehmen, dass die Kapelle schon einige Jahre vorher gegründet wurde. Als offizielles Gründungsjahr wird aber 1837 angenommen. In dieser besagten Rechnung steht ”den Musikanten am Corpus Christi Fest 6 Gulden und 15 Kreuzer gegeben.” Eine erste Bestandsaufnahme über die Instrumente stammt aus dem Jahre 1846 und lautet: 1 Violine, 4 Hörner, 1 Tenor Posaune, 1 altes Posthorn, 1 alte Basstrompete, 1 Klarinette, 2 Pauken
Bezeichnenderweise wurden zwei Instrumente als alt genannt und zeugen somit wahrscheinlich schon vom längeren Bestand der Musikbande (so wurden die Musikanten damals genannt). Laut mündlicher Überlieferung wurden diese Instrumente großteils von der Kirche bezahlt.

1907 – Von diesem Jahr an weiß man erstmals den Kapellmeister, Mair Johann, Streiter. Von der Gründerzeit bis dahin sind lediglich die Namen einiger Kapellmeister bekannt, jedoch nicht die genaue Zeit ihrer Tätigkeit.

1909 – Alten Aufzeichnungen zufolge hat mit diesem Jahr die Uniform ausgedient, die auch schon einige Jahre vorher den Wechsel der schwarzen Federbuschen zu weißen Hahnfedern mitgemacht hatte.

1915 – Engelbert Angerer, Purtscheller nimmt den Taktstock in die Hand und übt das Amt des Kapellmeisters in der Zeit des ersten Weltkrieges und der schweren Nachkriegszeit über 19 Jahre hin aus.

1924 – Einkleidung mit der heute noch gebräuchlichen Tracht.

Eine Geschichte aus dieser Zeit erzählte Engelbert Angerer:
Während dem ersten Weltkrieg, als er Kapellmeister war, sollten die Marschbücher neu geschrieben werden. Angerer selbst hatte auf dem Bauernhof, den er allein zu bewirtschaften hatte sehr viel Arbeit und auch nicht die nötige Ausbildung dazu diese Aufgabe selbst durchzuführen. So sah er sich gezwungen, jemanden dafür zu beauftragen und nach längerem Suchen kam er auf einen gewissen Karrtusch, ein Pensionist aus Schwaz, der sich bereit erklärte diese Arbeit für neun Kilogramm Butter zu verrichten. Also gab der Kapellmeister sofort selbst einen Kilo Butter und ein Kilo bekam er vom Branderbauer, aber dann war´s auch schon vorbei und keiner der Bauern hatte noch etwas Butter für die Musikanten übrig, so blieb Angerer nicht´s anderes mehr übrig als die restlichen sieben Kilo selbst bereitzustellen. Was dies in einer so schweren Zeit bedeutet und wie viel Idealismus und Vereinswillen dazugehört können wir wohl nur erahnen. Ab dem Jahr 1918 gab es als Kapellmeisterlohn einen Zirbenbaum den er sich von der Nonsalm selbst holen musste und ab Mitte der zwanziger Jahre wurde dann ein Kapellmeisterlohn von 300,00 jährlich vereinbart (eine Kuh kostete damals 500,00)

1939 – Der zweite Weltkrieg beginnt, viele Musikanten werden zu den Fahnen gerufen und einige kehren leider nicht wieder heim. Trotzdem kann die Musikkapelle bei allen wichtigen Anlässen wie Fronleichnam, Herz Jesu Fest und Begräbnissen ausrücken, wenn auch nur mit 10 bis 13 Mann. 1957 – In diesem Jahr wurde zusätzlich zur Tracht noch eine Uniform angeschafft, diese wurde für Platzkonzerte, für Ständchen, Hochzeiten, kirchliche Feiern (ausgenommen Fronleichnam und Herz Jesu Fest) und Begräbnisse (wiederum ausgenommen Beerdigungen von aktiven Musikanten und Schützen sowie ”Alten Musikanten”) verwendet.

1964 – In den 60er Jahren mussten die Musikkapellen von der damals bei den Instrumenten gebräuchlichen hohen Stimmung auf die sogenannte Normalstimmung umbauen und dies war gleichbedeutend mit Neuanschaffung der gesamten Instrumente. Diese gewaltige Investition wurde bei der Musikkapelle im Jahr 1964 durchgeführt und kostete 120.000,00 Schilling.
Im selben Jahr fand die erste Auslandsfahrt der Musikkapelle statt. Sie führte nach Saumur in Frankreich und dauerte fünf Tage, wobei wohl der größte Teil der Zeit im Bus verbracht wurde, aber trotz dieser Strapazen sollten noch viele weitere derartige Fahrten folgen.

1967 – Von diesem Jahr ist im Besonderen die Anzahl der Musikproben hervorzuheben, es fanden unter Kapellmeister Ludwig Knapp 72 Proben statt und es ist bemerkenswert, dass dies wenigstens bis zum Erscheinen dieser Gemeindechronik der absolute Rekord war. Außerdem waren noch 26 Ausrückungen zu bestreiten und mit dem ”Bettelmaschgern” im Fasching, wobei die Musikanten als Weiberkapelle verkleidet an drei Wochenenden (jeweils Samstag und Sonntag) bei jedem Haus in Weerberg mindestens einen Marsch spielten, war dies das bis dahin arbeitsreichste Jahr.

1968 – fand zum ersten Mal ein Frühjahrskonzert statt und diese Veranstaltung ist bis heute zu einem fixen jährlichen Programmpunkt und in weiterer Folge auch zu einem musikalischem Höhepunkt geworden. Es entwickelte sich im Laufe der Jahre (ab 1969) vom reinen Unterhaltungskonzert zu einem musikalischen Höhepunkt mit anspruchsvollen Aufführungen. War es zuerst eine Art Wunschkonzert (um die Vereinskasse etwas aufzufüllen) steigerte sich der Leistungsstandard laufend und ist in der heutigen Zeit auf ein sehr hohes Niveau angestiegen.

1972 waren die Weerberger Musikanten wieder einmal als Bettelkapelle im Einsatz und es ist der Bevölkerung zu danken, dass sie immer wieder ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Musikkapelle hat. In diesem Jahr hatte die alte Uniform ausgedient und es wurde die heute noch im Einsatz befindliche Montur angeschafft.

1992 – Im Mai wird endlich mit einer Feldmesse und anschließender Segnung durch Pfarrer Otto Berktold der schon seit über zwei Jahrzehnten geplante und immer wieder an Standortproblemen gescheiterte Musikpavillon feierlich eingeweiht. Die Kosten hiefür wurden von der Gemeinde getragen, das Holz und den Baugrund stellte der Schwannerwirt zur Verfügung und die Musikanten leisteten über 400 freiwillige Arbeitsstunden und somit hielten sich die Baukosten in Grenzen. Dieses Jahr brachte eine weitere durch Kapellmeister Sponring veranlasste Änderung mit sich. Ein bis dahin ungeschriebenes Statut bzgl. Musikantinnen wurde aufgehoben und so konnte beim Frühjahrskonzert der ersten Musikantin in den Reihen der Weerberger Musikkapelle, der Klarinettistin Claudia Stöckl, das bronzene Leistungsabzeichen verliehen werden.

Die Kapellmeister (soweit bekannt)
Vor dem Jahr 1907 sind uns nur einige Namen bekannt , jedoch nicht die genaue Zeit ihrer Tätigkeit.

+ Alois Huber, Schröcketer
+ Josef Streiter, Oberangerl
+ Josef Schilcher, Schwannerwirt
+ Franz Kofler, Unterschröck
+ Gottfried Löffler sen. Außerraigen
+ Johann Mair, Streiter, um 1907

1915 – 1923 u. 1924 – 1934: + Engelbert Angerer, Purtscheller
1923 – 1924: + Karl Unterberger, Lehrer
1934 – 1950: + Johann Mair Trenkbach
1950 – 1954: + Gottfried Löffler, jun., Außeraigen
1954 – 1959: + Alfons Hollaus, Bacherhäusl
1959 – 1962: + Johann Mair, Trenkbach
1962 – 1963: Hugo Angerer, Jonsen
1963 – 1965: Josef Sponring, Pipfl
1965 – 1969: Ludwig Knapp, Diesing
1969 – 1973: + Franz Knapp, Schwenzer, Pill
1973 – 1985: Edi Sturm, Schmied
1985 – 1990: Herbert Erler, Moos
1990 – 1996: Josef Sponring, Pipfl
1996 – 1997: Paul Bramböck
1997 – 2001: Altlandeskapellmeister Prof. Andreas Bramböck
2001 – 2009: Bezirkskapellmeister Werner Kreidl
ab 2010: Andreas Knapp